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Geschichte & Tradition

Die Unternehmensgruppe heute

Das „Gräflicher Park Health & Balance Resort“ gehört zur Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff (UGOS). Weitere Geschäftsbereiche sind die Gräflichen Kliniken mit insgesamt vier Rehabilitationseinrichtungen und die Bad Driburger Naturparkquellen.

Das Familienunternehmen beschäftigt zur Zeit insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber im Kulturlandkreis Höxter.

Karriereseite

Historie

Die Geschichte der Familie Oeynhausen-Sierstorpff

Vor Erwerb der Quellen

  • 1593: Entdeckung der in 70 Metern Tiefe liegenden, kohlensäurehaltigen Heil- und Mineralquellen.
  • 1665: Der Paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg lässt die Driburger Quellen zur gesundheitlichen Nutzung fassen.
  • 1669: Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg legt auf dem Gelände des heutigen Parks eine doppelreihige Lindenallee an. Diese wird zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch eine hierzu rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt. Noch heute bestimmen diese beiden Alleen mit der im Kreuzungspunkt befindlichen Heilquelle die Grundstruktur des Parks
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Vor Erwerb der Quellen

  • Juni 1750: Geburt von Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff, dem späteren Badgründer.
  • 1756 – 1763: Während des Siebenjährigen Kriegs wird die Lindenallee abgeholzt.
  • 1776: Heirat Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff mit Maria Sophia von Brabeck, Stiftsdame zu Metelen.
  • 1778: Geburt des Sohnes Clemens

Nach Erwerb der Quellen

  • 1781/82: Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff kauft die Bad Driburger Mineralquellen und beginnt den Kurbetrieb sowie die Neubepflanzung der Lindenallee.
  • 1783: Geburt von Tochter Auguste
  • 1783 – 1786: Errichtung des heutigen Sierstorpff-Hauses
  • 1789: Auguste verstirbt an Keuchhusten
  • 1791: Das „Journal des Luxus und der Moden“ spricht von dem Park in Driburg als „Ort der Ruhe und des ländlichen Vergnügens“.
  • 1793/94: Bau des heutigen Hölderlin-Hauses.
  • 1796: Der bekannte deutsche Lyriker Friedrich Hölderlin verbringt im Gräflichen Park sechs Wochen mit seiner Geliebten, der Frankfurter Bankiersgattin Susette Gontard. Später widmet er ihr mit „Diotima“ ein literarisches Denkmal.
  • Anfang des Jahrhunderts: Die doppelreihige Lindenallee wird durch eine rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt. Noch heute bestimmen diese beiden Alleen die Grundstruktur des Parks. Im Kreuzungspunkt befindet sich die Heilquelle.
  • 1806: Clemens verstirbt an Scharlach.
  • 1808: Tod von Maria Sophia von Brabeck.
  • 1810: Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff heiratet Charlotte von Vincke.
  • 1811: Geburt von Tochter Louise.
  • 1813: Geburt von Sohn Ernst.
  • 1818: Geburt von Tochter Clementine.
  • 1820: Bau des heutigen Vincke-Hauses.
  • 1822 – 1824: Entstehung des Brunnenhauses als Trink- und Wandelhalle.
  • 1825: Errichtung des Moorbadehauses.
  • 1833: Tod von Charlotte von Vincke.
  • 1842: Tod von Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff. Als Erbe des Bades wird dessen Sohn Ernst eingesetzt.
  • 1844: Ernst heiratet seine Cousine Caroline Sophie von Vincke.
  • 1869: Nach dem Tod von Ernst übernimmt dessen Sohn Bruno die Bad Driburger Besitztümer.
  • 1870: Bruno fällt kinderlos und unverheiratet im Deutsch-Französischen-Krieg. Sein Bruder Ernst übernimmt das Erbe.
  • 1872: Ernst Schwester Hedwig heiratet Aschwin von Cramm.
  • 1879: Ernst stirbt kinderlos nach einem Unfall. Die Bad Driburger Besitztümer gehen an seine Schwester Hedwig über. Sie erweitert den Kurpark deutlich und lässt die neu gebohrte Caspar-Heinrich-Quelle ausbauen. Ihre Tochter, die ebenfalls Hedwig heißt, setzt sich für den gartenlandschaftlichen Ausbau des Parks ein. Sie heiratete schließlich Wilhelm Graf von Oeynhausen.
  • Ende des Jahrh.: Der Park ist auf seine heutige Größe von 64 Hektar angewachsen.
  • 1901: Wilhelm Graf von Oeynhausen führt für seine Frau und sich sowie für die Nachkommen den Namen Oeynhausen-Sierstorpff ein.
  • 1923: Bau der Konzertmuschel.
  • 1932: Anlage des Rosengartens.
  • 2001: Der Gräfliche Park wird von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) mit dem Goldenen Lindenblatt ausgezeichnet.
  • 2005: Aufnahme als Ankergarten in das „European Garden Heritage Network“. In den Folgejahren wird der Park mehrfach unter die zehn schönsten Parks in Deutschland gewählt.
  • 2009: Der renommierte Gartenkünstler Piet Oudolf gestaltet einen Stauden- und Gräsergarten – einen von nur zwei in Deutschland öffentlich zugänglichen dieser Art.
  • 2012: Die international bekannte Gartenkünstlerin Jacqueline van er Kloet ergänzt das Werk von Piet Oudolf durch Zwiebelpflanzungen. Der Staudengarten gleicht so schon im Frühling einem impressionistischen Gemälde.
  • Heute: Graf Marcus von Oeynhausen-Sierstorpff lebt im Jahrhunderte alten Grafenhaus auf dem Gelände des Gräflichen Parks und kann sich so direkt um die Belange des Hotels und der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff kümmern.

Das Wappen der Grafen

Eine Krone mit neun Zacken, ein Lorbeerzweig, eine Leiter und ein Rost beherrschen das gespaltene Herzschild des Wappens der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff. Die Genehmigung zur Namens- und Wappenvereinigung derer von Sierstorpff und von Oeynhausen wurde am 23. Dezember 1901 erteilt.

Der rechte Teil des Wappens mit dem Lorbeerzweig rechts oben und dem Rost rechts unten gehört zum Wappen derer von Sierstorpff (Siegendorf bei Jülich), die früher Francken hießen und aus dem Ort Sierstorpff stammten. Der Rost wurde von einem Sierstorpff entworfen und von diesem zum Andenken an den römischen Diakon Laurentius von Rom gewählt, der auf dem Rost den Märtyrertod erlitt.

Die Leiter im linken Teil gehört zum Wappen derer von Oeynhausen (oin = 1 Haus). Sie gilt als Symbol für Haus und Eroberung. Bildlich gesprochen heißt das: Die Leiter wird an ein Haus gesetzt, um dieses oder ein anderes Objekt zu erobern. In seiner Ursprungsform wurde das Wappen von zwei Löwen an beiden Seiten gehalten.

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