Im Bewerbungs- und Beteiligungsverfahren zu einem weiteren Nationalpark – neben der Eifel – wurde ausdrücklich festgelegt, dass dies im ersten Schritt über eine Interessensbekundung und nur mit einer breiten Akzeptanz in der Region erfolgen solle. Stets von Seiten der Politik betont: ein landesweiter und ergebnisoffener Prozess. Und der gleicht beim Thema „Nationalpark Egge“ inzwischen einem Crescendo kurz vor dem Paukenschlag. Begleitet von unzähligen Protesten von Befürwortern und Gegnern, Meinungsumfragen wie von der IHK bei rund 9.000 Unternehmen, Podiumsdiskussionen, Plakat- und Social Media Kampagnen wird um jedes Argument gerungen.
Teil des Dilemmas: Der Dissens zwischen der CDU geführten Landesregierung in Düsseldorf und der CDU in OWL als stärkste Fraktion in den Kreistagen Paderborn und Höxter. Die Union in Düsseldorf sagt „ja“ – die Union in OWL sagt „nein“. Nachdem sich der Kreistag Höxter im Oktober 2023 gegen einen Nationalpark Egge positioniert hatte, wollten Nationalpark-Befürworter die politische Entscheidung nicht hinnehmen.
„Richten“ soll es nun ein Bürgerentscheid per Briefabstimmung, der mit Hilfe eines Bürgerbegehrens und 9.145 Unterschriften von Nationalpark-Befürwortern erwirkt wurde. Geschätzte Kosten: rund 800.000 Euro.








