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Einen entsprechenden Bauplan für unser individuelles Wohlbefinden tragen wir Menschen bereits seit der Geburt in uns. Er wurde uns zum Zeitpunkt der Zeugung von unseren Eltern mitgegeben. Im ayurvedischen Verständnis wird diese physische und psychische Grundkonstitution Prakruti genannt. Sie ist einzigartig und so gut wie unveränderlich. Der Ayurveda-Arzt, auch Vaidya genannt, verwendet für seine Anwendungen ausschließlich Heilmittel aus der Natur. Er beginnt die Therapie stets mit einer eingehenden Analyse des individuellen Prakruti. Dafür nutzt der Vaidya die Pulsdiagnose, mit welcher er den vorliegenden Dosha-Typen in Vata, Pitta oder Kapha einteilt. Sind diese drei Lebenssäfte ausgeglichen, ist der Mensch gesund. Sind sie aus dem Lot geraten, ist er krank.

Nach der Bestimmung des individuellen Zustands analysiert der Vaidya die Haut, die Augen, die Zunge, die Haltung und die Statur. Es folgt eine ausgiebige Befragung zu Lebens- und Essgewohnheiten, zur Verdauung und dem Schlafverhalten. Aus dieser Analyse stellt der Vaidya schließlich die individuell an den jeweiligen Typen angepassten Therapien und Anwendungen zusammen. Diese bestehen aus Massagen, Ölgüssen, Yoga, Pranayama (Atemübungen), Meditation, eine angepasste Ernährung, Kräutereinnahmen und Empfehlungen für einen typgerechten Lebensstil. Wichtig ist, den Organismus langsam, dafür aber nachhaltig, wieder in die ihm angeborene, gesunde Dosha-Mischung zurückzuführen.


DAS WISSEN VOM LEBEN

Der Kern von Ayurveda steckt schon im Namen selbst. Ayurveda heißt in die heutige Sprache übersetzt  "Das Wissen vom Leben". Das beinhaltet eine ganzheitliche Betrachtungsweise aller Elemente, die für unser Leben wichtig sind.


Bewusster Leben. Das Interesse an Ayurveda wächst stetig.

„Vielen Menschen ist mittlerweile bewusst geworden, dass das Leben in einigen Bereichen aus den Fugen geraten ist. Auf Dauer sind immer schneller und immer mehr nicht möglich. Ayurveda ist daher für immer mehr Menschen ein wichtiger Ankerpunkt, um ihr Leben wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen", sagt Vaidya Kumaran Rajsekhar. Die traditionelle Heilkunst sei durch seinen ganzheitlichen Ansatz und durch sein Ziel die natürliche Balance wieder herzustellen, der Ausgleich zum Stress im Alltag unserer Gesellschaft. 

"Viele Prinzipen von Ayurveda leben wir bewusst oder unbewusst jeden Tag. Gleichzeitig entfernen wir uns aber auch immer wieder von unseren eigentlich typgerechten Bedürfnissen", hat Vaidya Kumaran Rajsekhar festgestellt. Damit provozieren wir ein inneres Ungleichgewicht, das zu Krankheiten führen kann. Ayurvedische Prinzipien und Kuren, wie zum Beispiel die Panchakarma-Kur, helfen dabei, eine innere Balance zu erlangen. "Ayurveda will, dass wir ein gesundes und erfülltes Leben führen. Darum geht es."



Was ist ein "Vaidya"?

„Vaidya“ ist ein Titel. Er bezeichnet einen Ayurveda-Experten, der zugleich ein Gelehrter der Veden, der altindischen heiligen Schriften, ist. Das Wort „Vaidya“ leitet sich ab von dem Sanskritwort „vidya“, das „die Weisheit, das Wissen“ bedeutet und ein universelles, ewiges Wissen gemäß der vedischen Überlieferung meint. Ein Vaidya ist sinngemäß „der Träger des allumfassenden Wissens“. Erworben wird der Titel nach alter Tradition in so genannten Vaidyasalas, den traditionellen vedischen Lehrstätten. Die Weitergabe des jahrtausendealten Wissens erfolgt bis heute durch den Lehrer (Guru) auf seinen von ihm auserwählten Schüler.

Am Ende der Ausbildung verfügt ein Vaidya als traditioneller Ayurveda-Experte über das umfassende Wissen zur Heilung von Krankheiten. Pulsdiagnostik, die Herstellung von Kräutermedizin und therapeutischen Ölen, die Kenntnisse von Massagetechniken, Ernährungslehre, Heilkräuterkunde sowie Yoga und Meditation gehören zum Spektrum des Könnens eines Vaidyas.

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