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Die Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff

Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und Gräfin Annabelle führen den Gräflichen Park in siebter Generation.


Vor einiger Zeit veröffentlichte PS Welt, das Automagazin der Welt am Sonntag, einen Artikel über Graf von Oeynhausen-Sierstorpff als einen Edelmann aus Westfalen der Benzin im Blut hat. Das stimmt! Denn Graf Oeynhausen hat mit aller unternehmerischen Weitsicht und persönlicher Leidenschaft die „geilsten 4,2 km der Welt“ (Zitat Hermann Tilke, der wohl berühmteste Rennstreckenarchitekt der Welt) initiiert: Das Bilster Berg Drive Resort, eine der spektakulärsten Test- und Präsentationsstrecken Europas.

Aber das ist nur eine Facette der Person Graf Oeynhausen. Mit dem „Gräflicher Park Grand Resort“, am Rande des Teutoburger Waldes, unweit des Bilster Berg, kultiviert er mit der Familie in siebter Generation eines der besten Resorts für Spa und Wellness, Kultur, Sport und Kochkunst, außergewöhnliche Veranstaltungen und spannende Begegnungen.

Architektonisch ein Juwel, übernachten hier die Gäste in sechs Logierhäusern, mitten in dem 64 Hektar großen über 230 Jahre alten englischen Landschaftspark. Das Interior-Design hat Gräfin Oeynhausen-Sierstorpff gestaltet, die, als gelernte Kunstwissenschaftlerin, jedem Zimmer einen eigenen ästhetischen Charakter gegeben hat. Veranstaltungen finden daher nicht im profanen Konferenzsaal, sondern im luxuriösen Theatersaal statt. Und zum Fine Dinner geht man ins Caspar`s mit herrlichem Blick in den Park. 

Für die Familie Graf von Oeynhausen-Sierstorpff ist dieses Motto kein Anspruch sondern lebensfreudiger Ausdruck von Gastlichkeit, Verantwortung und kulturellem Wagnis.


Die Geschichte der Familie

Vor dem Erwerb der Quellen

  • 1593: Entdeckung der in 70 Metern Tiefe liegenden, kohlensäurehaltigen Heil- und Mineralquellen.
  • 1665: Der Paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg lässt die Driburger Quellen zur gesundheitlichen Nutzung fassen.
  • 1669: Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg legt auf dem Gelände des heutigen Parks eine doppelreihige Lindenallee an. Diese wird zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch eine hierzu rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt. Noch heute bestimmen diese beiden Alleen mit der im Kreuzungspunkt befindlichen Heilquelle die Grundstruktur des Parks.
  • 19. Juni 1750: Geburt Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff, späterer Badgründer.
  • 1756-1763: Während des Siebenjährigen Kriegs wird die Lindenallee abgeholzt.
  • 1776: Heirat Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff mit Maria Sophia von Brabeck, Stiftsdame zu Metelen.
  • 1778: Geburt des Sohnes Clemens

18. Jahrhundert nach dem Erwerb der Quellen

  • 1781/82: Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff kauft die Bad Driburger Mineralquellen und beginnt den Kurbetrieb sowie die Neubepflanzung der Lindenallee.
  • 1783: Geburt Geburt von Tochter Auguste
  • 1783-1786: Errichtung des heutigen Sierstorpff-Hauses
  • 1789: Auguste verstirbt an Keuchhusten
  • 1791: Das „Journal des Luxus und der Moden“ spricht von dem Park in Driburg als „Ort der Ruhe und des ländlichen Vergnügens“.
  • 1793/94: Bau des heutigen Hölderlin-Hauses
  • 1796: Der bekannte deutsche Lyriker Friedrich Hölderlin verbringt im Gräflichen Park sechs Wochen mit seiner Geliebten, der Frankfurter Bankiersgattin Susette Gontard. Später widmet er ihr mit Diotima ein literarisches Denkmal.

19. Jahrhundert

  • Anfang des 19. Jahrhunderts: Die doppelreihige Lindenallee wird durch eine rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt. Noch heute bestimmen diese beiden Alleen die Grundstruktur des Parks. Im Kreuzungspunkt befindet sich die Heilquelle.
  • 1806: Clemens verstirbt an Scharlach
  • 1808: Tod von Maria Sophia von Brabeck
  • 1810: Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff heiratet Charlotte von Vincke.
  • 1811: Geburt von Tochter Louise
  • 1813: Geburt von Sohne Ernst
  • 1818: Geburt von Tochter Clementine
  • 1820: Bau des heutigen Vincke-Hauses
  • 1822/24: Entstehung des Brunnenhauses als Trink- und Wandelhalle.
  • 1825: Errichtung des Moorbadehauses.
  • 1833: Tod von Charlotte von Vincke.
  • 1842: Tod von Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff. Als Erbe des Bades wird dessen Sohn Ernst eingesetzt.
  • 1844: Ernst heiratet seine Cousine Caroline Sophie von Vincke.
  • 1869: Nach dem Tod von Ernst, übernimmt dessen Sohn Bruno die Bad Driburger Besitztümer
  • 1870: Bruno fällt kinderlos und unverheiratet im Deutsch-Französischen-Krieg. Brunos Bruder Ernst übernimmt das Erbe.
  • 1872: Ernst Schwester Hedwig heiratet Aschwin von Cramm.
  • 1879: Ernst stirbt kinderlos nach einem Unfall. Die Bad Driburger Besitztümer gehen an seine Schwester Hedwig über. Sie erweiterte den Kurpark deutlich und ließ die neu erbohrte Caspar-Heinrich-Quelle ausbauen. Die älteste Tochter von Aschwin und Hedwig, die ebenfalls Hedwig hieß, setzte sich für den gartenlandschaftlichen Ausbau des Parks ein. Sie heiratete schließlich Wilhelm Graf von Oeynhausen.
  • Ende des 19. Jahrhunderts: Der Park ist auf seine heutige Größe von 64 Hektar angewachsen.

20. Jahrhundert

  • 1901: Wilhelm Graf von Oeynhausen führt für seine Frau und sich sowie für die Nachkommen den Namen Oeynhausen-Sierstorpff ein.
  • 1923: Bau der Konzertmuschel.
  • 1932: Anlage des Rosengartens.

Die 2000er Jahre

  • 2001: Der Gräfliche Park wird von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) mit dem Goldenen Lindenblatt ausgezeichnet.
  • 2005: Aufnahme als Ankergarten in das „European Garden Heritage Network“. In den Folgejahren wird der Park mehrfach unter die zehn schönsten Parks in Deutschland gewählt.
  • 2009: Der renommierte Gartenkünstler Piet Oudolf gestaltet einen Stauden- und Gräsergarten. Es ist einer von nur zwei in Deutschland öffentlich zugänglichen dieser Art.
  • 2012: Die international bekannte Gartenkünstlerin Jacqueline van er Kloet ergänzt das Werk von Piet Oudolf durch Zwiebelpflanzungen. Der Staudengarten gleicht so schon im Frühling einem impressionistischen Gemälde.

  • Heute: Die Gräfliche Familie - Graf Marcus und Gräfin Annabelle (geb. Hünermann) von Oeynhausen-Sierstorpff mit den Kindern Louis, Christoph und Alice – lebt im Jahrhunderte alten Grafenhaus auf dem Gelände des Gräflichen Parks und kann sich so direkt um die Belange des Hotels und der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff kümmern.

Eine Krone mit neun Zacken, ein Lorbeerzweig, eine Leiter und ein Rost beherrschen das gespaltene Herzschild des Wappens der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff. Die Genehmigung zur Namens- und Wappenvereinigung derer von Sierstorpff und von Oeynhausen wurde am 23. Dezember 1901 erteilt.

Der rechte Teil des Wappens  mit dem Lorbeerzweig rechts oben, und dem Rest rechts unten, gehört zum Wappen derer von Sierstorpff (Siegendorf bei Jülich), die früher Francken hießen und aus dem Ort Sierstorpff stammten. Der Rost wurde von einem Sierstorpff entworfen und von diesem zum Andenken an  den römischen Diakon Laurentius von Rom gewählt, der auf dem Rost den Märtyrertod erlitt.

Die Leiter im linken Teil gehört zum Wappen derer von Oeynhausen (oin = 1 Haus). Sie gilt als Symbol für Haus und Eroberung. Bildlich gesprochen heißt das: Die Leiter wird an ein Haus gesetzt, um dieses oder ein anderes Objekt zu erobern. 

Die Löwen an beiden Seiten des Wappens sind heraldischer Schmuck und sollen das Wappen wahrscheinlich halten. 

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