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Die Grafen

Die Inhaber des Gräflichen Parks, die Familie Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, führt die Anlage inzwischen in der siebten Generation und kann auf eine wechselhafte Familiengeschichte zurückblicken, die auf den Badbegründer Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff zurückführt, der am 19.6.1750 geboren wurde.

Der Urahn und Badbegründer: Caspar Heinrich von Sierstorpff und seine Familie

Nachdem Caspar Heinrich von Sierstorpff mit 26 Jahren Vollwaise geworden war, heiratete er 1776 die ihm als Braut vorgeschlagene Maria Sophia von Brabeck, Stiftsdame zu Metelen, die acht Jahre älter als er war. 1779 wuchs der Wunsch Caspars, ein Landgut zu besitzen, wo er seine Interessen Jagd, Landbau und Gartenbau ausleben könne. Mit seinem ererbten Vermögen konnte er 1781/1782 die Bad Driburger Mineralquellen erwerben und den Kurbetrieb beginnen. Nach seiner Beförderung zum Hofjägermeister von Braunschweig zog er mit seiner Familie nach Driburg um, wo das Ehepaar 1778 den Sohn Clemens und die 1783 geborene Tochter Auguste bekam, die schon 1789 an Keuchhusten starb. Caspar verlor Clemens 1806 an Scharlach und 1808 starb seine Frau Maria, nicht ohne ihren Ehemann kurz vor ihrem Tod auf Charlotte von Vincke hinzuweisen, die er dann zwei Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete. Trotz des großen Altersunterschiedes (Caspar war 60, Charlotte 30 Jahre alt) wurde es eine glückliche Ehe, aus der 1811 Tochter Louise, 1813 Sohn Ernst und 1818 Tochter Clementine hervorgingen. 1833 starb Charlotte, und Caspar verlebte seine letzten Jahre bis zu seinem Tod 1842 in Driburg und Braunschweig.

Die wechselhafte Familiengeschichte im 19. Jahrhundert

Als Erbe des Bades wurde Sohn Ernst eingesetzt, der 1844 seine Cousine Caroline Sophie von Vincke heiratete – eine gute Partie, denn sie war die Tochter des westfälischen Oberpräsidenten. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Bruno 1869 die Driburger Besitztümer, doch er konnte sich nicht lange daran erfreuen, da er 1870 kinderlos und unverheiratet im Deutsch-Französischen Krieg fiel.

Der weibliche Einfluss der Sierstorpffs

Auch Brunos Bruder und nächster Erbe Ernst starb 1879 kinderlos nach einem Unfall, so dass die Schwester Hedwig das Erbe übernahm, den Kurpark erheblich erweiterte und die neu erbohrte Caspar-Heinrich-Quelle ausbauen ließ. Sie hatte 1872 Aschwin von Cramm geheiratet, der auf Grund der Bestimmung des Fideikommissvertrags 1881 den Namen Sierstorpff-Cramm annahm. Die älteste Tochter von Aschwin und Hedwig, die ebenfalls Hedwig hieß und sich energisch für den gartenlandschaftlichen Ausbau des Parks einsetzte, heiratete schließlich Wilhelm Graf von Oeynhausen, der für das Ehepaar und die Nachkommen seit 1901 den Namen Oeynhausen-Sierstorpff führte.

Heute wohnt die Gräfliche Familie – Graf Marcus und Gräfin Annabelle (geb. Hünermann) von Oeynhausen-Sierstorpff mit den Kindern Louis, Christoph und Alice – im Jahrhunderte alten Grafenhaus auf dem Gelände des Gräflichen Parks und kann sich so direkt um die Belange des Hotels und der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff kümmern.

DAS WAPPEN DER GRAFEN

Eine Krone mit neun Zacken, ein Lorbeerzweig, eine Leiter und ein Rost beherrschen das gespaltene Herzschild des Wappens der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff. Die Genehmigung zur Namens- und Wappenvereinigung derer von Sierstorpff und von Oeynhausen wurde am 23. Dezember 1901 erteilt.

Der rechte Teil des Wappens – rechts oben: Lorbeerzweig, rechts unten: Rost – gehört zum Wappen derer von Sierstorpff (Siegendorf bei Jülich), die früher Francken hießen und aus dem Ort Sierstorpff stammten. Der Rost wurde von einem Sierstorpff entworfen und von diesem zum Andenken an Laurentius gewählt, der auf dem Rost den Märtyrertod erlitt.


Die Leiter im linken Teil gehört zum Wappen derer von Oeynhausen (oin = 1 Haus). Sie gilt als Symbol des Hauses; wo man keine Leiter brauchte, handelte es sich nicht um Häuser, sondern beispielsweise um Katen. Die Leiter ist dabei Symbol für die Eroberung. Das heißt: Man setzt die Leiter an ein Haus, um dieses oder ein anderes Objekt zu erobern.

Die Löwen an beiden Seiten des Wappens sind heraldischer Schmuck, vielleicht auch Halter des Wappens.

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