Für das „Gräflicher Park Hotel & Spa“ ist das Trendthema Nachhaltigkeit nicht neu. Seit Jahrhunderten setzt das traditionsbewusste Familienunternehmen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Der Leitsatz des „Gräflichen Parks“ – Natur ist der Luxus unserer Zukunft – verdeutlicht, welchen hohen Stellenwert dem Begriff Nachhaltigkeit nicht nur in der Vergangenheit und Gegenwart hat, sondern dem nachhaltigem Denken auch in Zukunft zugeschrieben wird. Dabei steht nicht nur die Ökologie im Fokus, auch ökonomische und soziale Entscheidungen werden hier streng nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit getroffen. Es geht also nicht mehr nur beispielsweise um die Reduktion von CO2 – auch um das Einsparen von Betriebskosten durch effizientes Bauen oder clever eingesetzte Technologien und das Engagement für Soziales, wie das Unterstützen von lokalen Projekten der Umgebung.
Wie fest der Begriff „Nachhaltigkeit“ im Gräflichen Park verankert ist, erklärt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff: „Aus unserem Jahrhunderte alten Forstbetrieb lernen wir: es können nur so viele Bäume aus dem Wald geholt werden, wie auch nachwachsen können. Dieser nachhaltige Gedanke wird bei uns auch auf andere Bereiche des Unternehmens übertragen. Wir wollen, dass das perfekt eingespielte und ausgewogene System „Gräflicher Park“ für die kommenden Generationen erhalten bleibt und der Betrieb weiter gesund ausgebaut werden kann.“
Nachhaltigkeit im Gräflichen Park:
Unser Umgang mit Wasser
- Das Trinkwasser für den „Gräflichen Park“ und die Kliniken kommt aus den eigenen Quellen, wird selbst gefördert und durch eine moderne Ultra/NanoFiltration aufbereitet – dadurch wird der Einsatz von Chlor minimiert.
- Die Abwässer werden in Schmutzwasser und Oberflächenwasser getrennt – die Aufbereitungskosten in den Abwasserwerken werden so gesenkt. Das Oberflächenwasser wird direkt den Bächen zugeführt.
- Die Abwasserrohre wurden mit Inliner versehen. Das bedeutet: ein Kunststoffschlauch wird in die vorhandenen Leitungen eingeführt und dichtet so defekte Rohre ab. Dadurch wird das Versickern von Abwasser in Erdreich verhindert, was wiederum den Umweltschutz dient. Die tatsächliche Abwassermenge wird um fast 50% reduziert!
- Das Bewässerungssystem des Parks und des Golfplatzes basiert ausschließlich auf den anliegenden Parkteichen.
Unser Umgang mit Energie
- Investitionen in modernste, umweltfreundliche Technologien: Die Dampfbeheizung des Gräflichen Parks ist auf Brennwertkessel und (Blockheizkraftwerk) BHKW umgestellt worden. Dadurch soll der Energieverbrauch um ca. 20 % gesenkt und der CO² Ausstoß um zirka 2309 Tonnen reduziert werden.
- Die Beleuchtung wurde, wo möglich, auf Energiesparleuchten bzw. auf LED - Technik umgestellt. Dadurch wurde die Spitzenlast des „Gräflichen Park“ bis dato um ca. 15% gesenkt. Ziel ist eine komplette Umstellung auf LED-Leuchtmittel.
Unser Umgang mit der Natur
- Für das Düngen der Beete und Pflanzen wird nur das hauseigene und nachwachsende Moor verwendet.
- Kein Transport von Mineralwassern mit überlangen Transportwegen (z.B. Wasser von den Fidschi-Inseln), sondern Nutzung der drei Heilquellen des „Gräflichen Parks“ und der Mineralwasser der Gräflichen Quellen (Bad Driburger Naturparkquellen).
- Ökologisch wertvoll – die hauseigenen Mineralwasser werden überwiegend in einem Umkreis von 50 Kilometern distribuiert (80% des Umsatzes), die Quellen regelmäßig überprüft und gewartet. 2009 wurde das „Bad Driburger Medium“ von „Stiftung Öko-Test“ mit „sehr gut“ prämiert, weil die Mineralisierung besonders ausgewogen ist (z.B. Kalzium und Magnesium) und darüber hinaus für die Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung geeignet ist.
- Es wird auf eine strenge Mülltrennung nach Papier-, Glas- und Bio-Müll geachtet.
Unsere Ansprüche beim Bauen
- Orientierung an traditionellen Bauweisen (z.B. Stroh- und Lehmmischungen), die ein ideales Raumklima und eine optimale Geräuschdämmung garantieren, ohne künstliche Materialien.
- Zusammenarbeit mit Firmen aus der Region und Materialien (z.B. Naturfarben) aus Deutschland bzw. aus Europa.
- Damit die Strahlenbelastung im Hotel gering bleibt, gibt es nur einige separate W-Lan-Bereiche und überwiegend Internetanschlüsse mit Kabelverbindungen.
Unser Fokus in der Küche
- Viele Produkte wie z.B. Käse, Fleisch, Spargel und saisonales Obst kommen von regionalen Lieferanten aus der Region (z.B. Käserei Menne, Nieheim; Fleischerei Klare, Borgentreich, etc.), und es wird Wert auf Zusammenarbeit mit nachhaltigen Partnern gelegt wie z.B. Rungis Express.
- Das Wildfleisch stammt aus der gräflichen Jagd.
- Kräuter und Blüten (z.B. Holunder und Bärlauch) werden, wenn möglich, im Gräflichen Park gepflückt.
- In der Küche wird ausschließlich frisch gekocht, das heisst, es kommen keine Convenience-Produkte zum Einsatz (damit wird unter anderem auch weniger Verpackungsmüll produziert).
- Kein Einsatz von Zusatzstoffen wie Konservierungsmittel.
- Alle Konfitüren sind hausgemacht.
- Viele der Produkte stammen aus biologischem Anbau (z.B. Honig vom Blütenland Bienenhöfe, Witzenhausen; Wein vom Weingut Sander, Mettenheim).
Unsere Philosophie bei Gesundheit & Wellness
- Die Gesundheits- und Wellnessanwendungen sollen möglichst nachhaltig sein und über die Anwendungszeit hinaus wirken. Ein Beispiel: der positive Effekt einer Trinkkur mit Heilwässern kann bis zu einem Jahr nachher noch nachweisbar sein. Es kommt zu einer langfristigen Verbesserung der Regulationsfunktionen (Magen-Darm-Trakt), Funktionsstörungen werden über Monate hinaus behoben. Naturheilmittel können also durch ihre gekonnt gesetzte naturheilkundlichen Reize viele Problematiken des Körpers durch seine eigene Regulationsmechanismen beheben!
- Die Moorbadekuren können einen Effekt auslösen, der bis zu neun Monate nachwirkt. Das äußert sich in einer besseren Befindlichkeit des Patienten, insbesondere bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen in einem verminderten Schmerzpegel und die damit einhergehende Verbesserung der Beweglichkeit. Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass durch die Schmerzlinderung zum Teil die toxische Begleitmedikation reduziert werden kann.
- Bei der Kau- und Essschulung nach F.X. Mayr wird ebenfalls eine komplexe psycho-physische Umstellungsreaktion erreicht, die in der Regel bis zu 9 Monate anhält.
- Die naturheilkundlichen Maßnahmen steigern die Lebensqualität; der Medikamenten- und Energiebedarf des Patienten senkt sich. Diese ökonomischen und ökologischen Faktoren kommen der CO²-Bilanz durch einen geringeren Energieumsatz zugute. Dieser Faktor ist also durch persönliches Verhalten beeinflussbar, wenn auch nicht direkt messbar. Äußere Faktoren ändern sich (z.B. Medikamentenverbrauch – mit dem damit zusammenhängenden Energieverbrauch). Und: Der Energie-“Turnover“ im Organismus wird selbst auf ein optimales Maß reduziert – es ergeben sich auf die Lebenszeit sehr positive „Good-Aging“-Effekte (geringere Wahrscheinlichkeit degenerativer und bösartiger Erkrankungen).
- Die eingesetzten Naturheilmittel wie Moor und Heilwasser belasten die Umwelt nicht und werden, wie z.B. beim Moor, in einem Recycling-Verfahren wiederverwendet (natürliche Regenerationsmoorteiche im „Gräflichen Park“). In den Moorteichen erlangt das Naturheilmittel nach 13 Jahren seine Heilkraft wieder.
Unser Umgang mit unseren Mitarbeitern
- Nachhaltige Personalführung spielt im „Gräflichen Park“ eine große Rolle. Durch eine positive Arbeitsatmosphäre und individuelle Förderprogramme für Mitarbeiter liegt die Betriebszugehörigkeit bei durchschnittlich 12-15 Jahren. Einige Mitarbeiter arbeiten in 3. Generation im „Gräflichen Park“.
- Der „Gräfliche Park“ zeigt intensives Engagement in der Nachwuchsförderung (Teilnahme an regionalen Kooperationen, z.B. Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, IHK und der örtlichen Caspar-Heinrich-Schule durch z.B. Anbieten von Bewerbungstrainings)
- Die Auszubildenden im „Gräflichen Park“ vergaben 2010 eine Bestnote (1,8) bei der Beurteilung der Ausbildungsbedingungen (Ergebnis einer Befragung unserer Auszubildenden durch die Gewerkschaft NGG im Jahr 2010). Etwa 30% der Auszubildenden werden übernommen.
- In vielen Bereichen wird übertariflich bezahlt – ein Anreiz, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.
- Mitarbeitern mit einer langen Betriebszugehörigkeit (ab zehn Jahre) wird eine besondere Ehrung teil.
- Eine regelmäßige Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit durch interne Befragungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Betriebsräten, Geschäftsführung und Inhabern machen es möglich, die Arbeitsbedingungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.