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Gilles ClémentDie Idee des „Gartens in Bewegung“ begleitet den international bekannten Landschaftsarchitekten und Gärtner Gilles Clément seit frühester Jugend. 1943 im Départment Creuze/Frankreich geboren, beschäftigt er sich mit der Natur als kreativer Kraft. Rhythmus und Dynamik sind schaffende Impulse für „le jardin en mouvement“. Diese Vorstellung verwirklichte der Franzose nicht nur im Parc André Citroën in Paris sondern auch im Gräflichen Park Bad Driburg, wo Clément eine weiße Blumenachse pflanzte. Die Lilienwiese hinter den Brunnenarkaden steht bis heute immer im Monat Juli in voller Blüte. Für den Gräflichen Park Bad Driburg hatte Clément aus Schleierkraut (Gypsophila repens), Schmuckkörbchen (Cosmos Bipinnatus) und Prachtkerzen (Gaura lindheimeri) eine Pflanzung angelegt, die die zentrale Achse zur Trinkhalle veränderte. Auf der Rückseite des Gebäudes setzte sich die Inszenierung mit Iris in einem Brunnen und Lilien auf der Wiese fort. Die Blüte der weissen Pflanzen erreichte im Verlauf des Monats August 2001 große Ausgewogenheit. Clément hatte sich ca. fünfzig bis siebzig Zentimeter hohe Pflanzen gewünscht, um die Raumarchitektur der vorhandenen Gebäude und Parkelemente mit einem neuen Element, natürlicher Wildheit, zu strukturieren. Die weissen Blumen waren nicht nur Zierde, sondern als Beitrag zum Thema Wasser geplant. „Als ich über diesen Ort nachdachte, wurde mir klar, dass hier alles um das Wasser, um die Quelle in den Brunnenarkaden, organisiert ist. Das wurde zur Hauptidee. Dieses Wasser ist uns sehr nah, es hat etwas Sprudelndes. Die schönste Übersetzung dafür ist die Farbe Weiss.“ Die Arbeit von Gilles Clément ist ganz untypisch für die französische Landschaftsgestaltung. Er wandte sich 1969 nach Abschluss der Ecole du Paysage von Versailles von der damals üblichen Grünanlagen-Gestaltung ab. Er ist ausgebildeter Agronom. In den 70er Jahren war er einer der ersten, die sich mit der Gestaltung von privaten Gärten beschäftigten. Der Garten ist seit jeher der Spiegel einer Sicht des Universums. Gilles Clément überdenkt ihre Gestaltung von Grund auf neu und stützt sich dabei auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor allem in der Biologie. Er lässt sich nicht von der Nostalgie oder von der Ästhetik leiten, sondern schafft eine neue Sicht, nämlich die des sich ständig wandelnden Gartens. Seine Arbeit im Departement Creuse und im Citroën-Park in Paris löste ein lebhaftes Echo aus. Er arbeitete zusammen mit dem Architekten Patrick Berger und dem Team Viguier, Jodry und Provost. Er ist heute ein sehr gefragter Landschaftsarchitekt, weil er die Regeln der Gestaltung von Grund auf verändert hat. Gilles Clément führte Projekte in Blois, Lille, an der Défense in Paris, in Châteauvallon, Lausanne und Soweto aus. Bei seiner Arbeit auf dem Gut von Rayol im Departement Var benutzte er die Gelegenheit, die verschiedenen Ecosysteme des Mittelmeers eingehend zu studieren. Er reist viel, ist ein anerkannter Pädagoge und unterrichtet an der Ecole d'Architecture von Versailles und an der Ecole Nationale Supérieure du Paysage. |
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