Die Anfänge des Gräflichen Parks liegen in der 1669 vom Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg angelegten doppelreihigen Lindenallee. Diese wird zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch eine hierzu rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt.
Noch heute bestimmen diese beiden Alleen mit der im Kreuzungspunkt befindlichen Heilquelle die Grundstruktur des Parks. Der Schöpfer der Bade- und Parkanlagen war Caspar Heinrich von Sierstorpff, der Bad Driburg im Geiste der Aufklärung 1782 zu einem Ort "des ländlichen Vergnügens" machte. Er realisiert einen der ersten englischen Landschaftsparks Deutschlands.
Der Gräfliche Parks ist schon mehrmals unter den zehn schönsten Parks Deutschlands gewählt worden. Viele international renommierte Landschaftsarchitekten haben im Gräflichen Park ihre Spuren hinterlassen. Den Rang des Parks verdeutlicht auch die Auszeichnung von Ramona Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff 2001 mit dem Goldenen Lindenblatt durch die "Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL)" und die Aufnahme als Ankergarten in das "European Garden Heritage Network".
Das Erscheinungsbild des 64 Hektar großen Parks ist geprägt vom Klassizismus und Frühbiedermeier. Ein Merkmal des Gräflichen Parks sind die 2 Mal jährlich wechselnden Beetbepflanzungen mit jeweils ca. 30.000 Pflanzen, die sich in jedem Jahr ändern.
Besonderheiten:
- Englischer Landschaftsgarten mit weit geschwungenen Wegen, gepflegten Rasenflächen und eindrucksvollen Solitärbäumen
- Großer - teilweise über 200 Jahre alter - vielfältiger und seltener Baumbestand (ca. 1500 Bäume)
- Sichtachsen zu den umliegenden Orten und außergewöhnliche Ausblicke (Fächerblick)
- Rosengarten mit Monopteros
- Lilienwiese nach dem Entwurf von des französischen Landschaftsarchitekten Gilles Clément
- Kleiner Gartentempel am Teich und historischen Vorbildern nachempfundene Gartenbrücken
- Heckengarten aus Hainbuchen mit einem Brunnen der englischen Bildhauerin Angela Conner
- Hölderlin-Hain und Diotima Insel
- Wildgehege mit Haha-Graben
- Ententeich mit großer Wasserfontäne
- Mausoleum der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff und Obelisk auf dem Rosenberg
- Stauden- und Gräsergarten des holländischen Landschaftsarchitekten Piet Oudolf
- Ab 2010 Irrgarten
- Die Moorteiche
Einen Höhepunkt bildet der "Hölderlin-Hain" und der diesem zugewandte Teich mit der Diotima Insel. Sie sind Friedrich Hölderlin und der von ihm geliebten Frankfurter Bankiersgattin Susette Gontard gewidmet, die er als Diotima in literarischer Gestalt verehrte. Zusammen verbrachten sie 1796 sechs glückliche Wochen im Gräflichen Park.
Seit 2009 mäandert im südwestlichen Teil des Parks der wie eine wilde Wiese wirkende Stauden- und Gräsergarten Piet Oudolfs. Es ist der einzige öffentlich zugängliche Garten des weltbekannten Gartenkünstlers in Deutschland.
Öffentliche Führung: Jeden Dienstag um 14.30 Uhr.
Teilnahmegebühr € 3,00 pro Person
Gastronomie:
Caspar’s Restaurant mit Parkterrasse, Restaurant „Pferdestall“ mit Alleenterrasse und Biergarten, Café im Park, Oscar’s Bar
Information und Anmeldung:
Gästeservice-Center im Park, Tel. 05253-95 23700
Email:
info@graeflicher-park.de